Mit ‘Onlinegames’ getaggte Beiträge

Es geht nicht um siegen oder verlieren – es geht darum, den Gegner zu demütigen!“- Hägar der Schreckliche

Wie den Medien zu entnehmen ist werden immer mehr Onlinespieler Opfer von Hackern, die auf virtuellem Raubzug
unterwegs sind. Da geht es um Spiele wie Diablo, World of Warcraft oder (aktueller Fall) um GTA 5.
So berichtet z.B. PC Games, dass bei „GTA 5 online“ Cyberkriminelle ganze 900 Millionen GTA-Dollar erbeutet haben.
GTA 5Dieser Trend ist nicht neu. Schon zu Diablo 2 – Zeiten gab es entsprechende Hacks um Mitspieler um seltene und teilweise sogar wirklich wertvolle Gegenstände zu erleichtern. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in diesem Bereich (jaja, ich war jung, naiv und brauchte das Geld ;-) auch einige Zeit aktiv war.

Es ist bei vielen ganz einfach der Reiz des „Verbotenen“ gemischt mit dem Gefühl der Überlegenheit, ein Programm geschrieben zu haben, dass einem einen Vorteil verschafft. Ich behaupte es geht den meisten wirklich nur um den Ingame-Vorteil – also durch bessere Gegenstände (auch Items genannt), einen Vorteil zu erlangen.

Die wenigsten Anwender solcher Hacktools haben das Tool selbst geschrieben oder wollen damit gar wirkliche finanzielle Absichten verfolgen. Für erstere, die die Tools nicht selbst geschrieben haben, sondern nur anwenden, oder die „Opfer“ die es ausführen, besteht grundsätzlich die Gefahr der Eigeninfektion des Rechners.

Warum sollte jemand ein entsprechendes Tool schreiben und es öffentlich „for free“ verfügbar machen?
Die Zeit der Gutmenschen hat es nie gegeben! Jeder verfolgt in irgendeiner Form ein gewisses Eigeninteresse, das sein
Handlungsmotiv darstellt.  Der Hacker/ Toolentwickler hat es womöglich auf die Rechenpower der infizierten Computer
abgesehen, um mit Denial of Service Attacken Unternehmen zu erpressen. Oder er sucht auf den infizierten Rechnern
nach ausspähbarer Onlinebankingsoftware. Vielleicht will er auch die lokale Webcam anzapfen um den Besitzer des Rechners mit peinlichen Bildern zu erpressen? Die Motivationen sind vielschichtig und immer destruktiver Natur!Diablo 2

Im Fall von Diablo2 war es so, dass ich ein kleines Programm geschrieben habe, das bei Ausführung den Rechner sperrte
und den Monitor deaktivierte. Durch besagtes BlockInput() konnte der User nur noch den PC ausschalten. Bis dies jedoch
passiert war, hat mein Tool im Hintergrund das Inventar der virtuellen Spielfigur geöffnet und über MouseMove-Events
sämtliche Gegenstände auf den Boden innerhalb des Spiels geworfen.

Die Perfektion dabei war, dass mein eigener Ingame-Charakter bereits in einem mit Passwort gesicherten Spiel gewartet
hat. Dort loggte sich nun das Opfer zuvor automatisiert ein und warf die Gegenstände quasi zu meinen Füßen ab!
Die Gegenstände konnte man anschließend weiter „traden“ oder für echtes Geld bei Ebay einstellen….

Warum ich das erzähle? Ich bin nicht stolz darauf und als damals 17-jähriger hatte man nun mal Flausen im Kopf. Es geht vielmehr darum glaubhaft zu machen, dass es kein Hexenwerk ist und man sehr leicht Opfer einer gut aufgemachten Masche werden kann.

Die Gerichte werden sich um „virtuellen Diebstahl“ nicht kümmern. Denn es handelt sich nicht um einen Diebstahl im
juristischen Sinne! Ja, richtig gelesen. Denn virtuelle sind auch im rechtlichen Sinne keine echten Gegenstände!
Daher greift auch nicht das Strafrecht, dass beim Diebstahl einer reellen Sache Anwendung finden würde.

Anders sieht es jedoch mit dem Vorgang des Unterjubelns einer schadhaften Software aus. Selbst wenn der Rechner
nicht selbst offensichtlichen Schaden genommen hat, so wurde dem Anwender allerdings die Gewalt über das Gerät
entzogen. Ich bin kein Jurist, aber ich denke man wird sich am ehesten mit dem Vorwurf der Computer-Sabotage bzw.
der unzulässigen Veränderung von Daten auseinandersetzen müssen.

Nur mal ehrlich, welcher Anwender wird wegen einem „entwendeten“ Zauberstab den sein Magier Level 99 bis
vor kurzem noch in der Hand hatte zur Polizei gehen und Strafanzeige stellen?
Und meine Erfahrungen* mit den Amtsstuben der Polizei, bezüglich Computerkriminalität, lassen mich da nur müde
schmunzeln. Die Fachkräfte der Polizei jagen die wirklich bösen Jungs!

*Meine Erfahrungen mit der Polizei beziehen sich auf eine beratende Tätigkeit von Opfern bei der Polizei.
Ich selbst bin also nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sondern helfe hier meinen Kunden!
Es ist immer sinnvoll sich Hilfe von jemandem zu holen, der schon auf beiden Seiten der TCP-Verbindung
Erfahrungen sammeln konnte ;-)